Logo

Neues von den Moosquitos

MoosQuitos on Tour III

Eigentlich wollten wir erst gar nicht mitfahren, weil wir gedacht haben, unser Junior würde mit seinen 5 Jahren die Wanderung nicht schaffen. Eigentlich wollten wir gar nicht mitfahren, weil mir beim Busfahren immer kotzübel wird. Und dann haben wir uns doch alle Vier angemeldet. Und das kam dabei heraus (sorry vorab, das eine oder andere ist nur für Mitgereiste zu verstehen:

Nach großem HALLO auf dem Busparkplatz (wie kann man nur freiwilllig an einem Samstag in aller Früh schon soooo viel reden und so gut drauf sein *gähn*) sind wir nach ein paar Auto-Umparkaktionen pünktlich losgefahren. Unser Capt'n Andi hat uns mit ein paar fröhlichen Worten an Bord willkommen geheißen und auch zwei junge Damen der Kabinencrew begrüßten die Fluggäste recht herzlich. Als wir unsere Reiseflughöhe erreicht hatten gingen die Saftschubsen durch die Reihen und verteilten zum Aufheitern und Kreislauf-in-Schwung-bringen Sekt an uns. Danach konnte man noch zollfrei einkaufen; es gab Minigolf oder einen Besuch im Kutschenmuseum im Angebot.

Als die Reisegesellschaft zu ausgelassen wurde, war die Kabinencrew gefordert, uns wieder einzubremsen und verteilte die Einreiseformulare, für die wir ca. 20 min Zeit hatten, um sie auszufüllen. Es wurden sehr merkwürdige Fragen gestellt, z. B. nicht UNSERE Namen wurden gefragt, sondern der Name für eine weibliche Märchenfigur in Karamell oder welche mittelalterliche Sportart man ausübe (ich persönlich bevorzuge Rum-Kugeln, Ritter Sport oder ein Tänzchen mit einem Wolf), wie man Pipi macht (in langen Strümpfen oder lieber mit Manitus Schuhen), ob man zusammen mit einem Wolf und ein paar Geißlein einreisen möchte oder lieber mit 7 Zwergen und einem Schneewittchen (ne, danke - mit meinen 2 Zwergen und einem Ehemann bin ich völlig ausgelastet)...

Der Tegernsee muss schon in einem sehr strengen Land sein, wenn solche Angaben gefordert werden.

Nachdem die Crew genug hatte von unseren verzweifelten Gesichtern (wir haben dann geschwiegen wie die Lämmer) wurden die Formulare wieder eingesammelt und bewertet. U

nd schon hatten wir unser erstes Ziel (überpünktlich und völlig ohne Stau) erreicht. Die Gruppe teilte sich auf in Minigolfspieler und Museumsbesucher. Im Anschluss daran startete die erste kleine Wanderung zum Cafe Angermeier. Hierbei stellte sich schon heraus, wer flott unterwegs ist oder wer eher zu den "Gehbehinderten" gehört. Was soll ich sagen: wir waren das Schlusslicht. Unsere "Gehbehinderung" ist nämlich - wie schon erwähnt - 5 Jahre alt und hat hinter jedem Busch oder Stein ein Abenteuer entdeckt und somit war der Weg für uns doppelt so lang als vorgesehen. Endlich am Cafe angekom

men, konnte man sich bei Brotzeit und Getränken stärken. Bevor es dann weiterging, haben wir noch auf der großen Wiese bei einem lauten und lang gezogenen Aaaaaameeeeeiiiiisenscheeeeiiisssse ein MoosQuitos-Gruppenfoto gemacht (wir entschuldigen uns hiermit nachträglich bei allen anderen Gästen der Wirtschaft, hoffentlich fühlten Sie sich von uns nicht belästigt!)

Danach wurden wir am Bus durch zwei kleine Losfeen in 6 Gruppen aufgeteilt und mussten bereits die erste Aufgabe erfüllen. Eine schier endlose Schnur musste auf einen Holzkochlöffel aufgewickelt werden, ohne die Schnur dabei zu berühren. Es war interessant, welche verschiedenen Methoden entwickelt wurden. Aber - YES - wir waren die schnellsten.

Nach kurzer Weiterfahrt im Bus kamen wir am Start unserer großen Wanderung an. Es wurden noch Rätselzettel und eine Knobelaufgabe je Gruppe verteilt und dann ging die Wanderroute los. Vor lauter Rätseln und Denken haben wir gar nicht bemerkt, dass es teilweise ganz schön anstrengend bergauf ging. Wir dachten über orange Fahrzeuge mit Anhalter nach, alte und junge Herren in weißen Brautkleidern, weitergereichte Einkaufswagen, Petra beim Staffellauf, mörderische Duelle, Küchensiebe in Einzahl und Mehrzahl, aufdringliche Männer die meine Telefonnummer wissen wollen und Luigi - bitte wer ist überhaupt Luigi?... Auch einige Schriftsteller wurden neu entdeckt. Jede Gruppe musste nämlich eine lustige Geschichte mit vorgegebenen Stichwörtern verfassen. Sogar ein Kurzkrimi war mit dabei.

Auf einer Wiese gab es dann noch einen Zwischenstopp mit italienischen Geschicklichkeitsprüfungen: für die mit der größten Klappe ein staubiges Grissini-Wettessen und für die Einfühlsameren ein Spaghetti/Maccharoni-Einfädeln. Die Zuschauer hatten recht viel Spaß und jede Menge blöder Texte auf den Lippen. Die Spaghetti-Einfädler durften sich davon aber nicht irritieren lassen, denn jeder Lacher bedeutete "Einfahrt verpasst".

Dann ging es auf zum Wanderendspurt Richtung Tegernsee runter. Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderroute und auch für abenteuerlustige Kids durchaus zu meistern (besonders wenn mal der eine oder andere Wandersmann sich kurzzeitig als Transporttier zur Verfügung stellt).

Als wir dann mit einiger Verspätung am Abend am Tegernsee im Strandbad Seeglas angekommen waren, merkten wir erst, wie erledigt wir vom Wandern waren. Einige von uns erfrischten sich kurz im kühlen See, die anderen lieber bei kühlen Getränken. Nach dem Essen mussten noch ein paar Zungenbrecher fehlerfrei gesprochen werden (was gar nicht einfach war, z. B. irgendwas von einem Max der angeblich Wachsmasken macht und wenn du Wachsmasken magst dann frage Max, ob er Wachsmasken macht... oder so ähnlich) und dann ging es im Sonnenuntergang zur Siegerehrung. Unsere Gruppe "Die Panzerknacker mit dem Pampersrocker" hatte den zweiten Platz geschafft und alle - besonders alle Teilnehmer aus der Young Generation - bekamen Preise und kleine Geschenke überreicht.

Total erledigt aber völlig glücklich traten wir die Heimfahrt mit unserem Capt'n Andi an. Die Kabinencrew unterhielt uns noch mit der Auflösung der Rätsel und dem Vorlesen unserer selbstverfassten Geschichten. Es war noch eine heitere Heimfahrt.

Spätabends gegen halb 11 sind wir dann wieder komplett und völlig unbeschadet im Inhauser Moos gelandet. Ein herzliches Dankeschön nochmals an den hervorragenden Capt'n Andi und die zwei reizenden Reiseplaner und -begleiterinnen Kristin und Manu.

Eigentlich wollten wir ja gar nicht mitfahren, sind aber überglücklich, dass wir mit dabei sein durften. Es war ein toller Tag.

Geli Schaefer